Viele angehende Piloten fragen zuerst nach der „richtigen Reihenfolge“. CPL oder IR zuerst? Instrumentflugerfahrung sammeln, bevor du dich festlegst? Und wie viel davon kannst du sinnvoll kombinieren, ohne dass du später doppelt üben musst?
Wenn du nach einer pragmatischen Route suchst, ist die Kernidee ziemlich klar: Du willst die Teile des Instrumentflugtrainings, die ohnehin in deinen CPL-typischen Ausbildungsalltag passen, früh aufbauen. Gleichzeitig musst du die IR-spezifischen Anforderungen so planen, dass sie nicht nur „mitfliegen“, sondern wirklich sauber prüfungsreif werden. Genau da liegt die Kunst.
Ich kenne das aus eigener Trainingslogik: Man merkt relativ schnell, ob die Ausbildung nur „Zeit im Cockpit“ sammelt oder ob sie das Denken im Instrumentenflug wirklich systematisch schult. Die Kombination aus Instrumentflug und CPL kann beides liefern, wenn du ein paar Entscheidungen bewusst triffst.
Warum Instrumentflug parallel zum CPL so gut funktioniert
CPL und IR haben unterschiedliche Ziele, aber die methodische Schnittmenge ist groß. CPL schult dich im Kern auf das professionelle Arbeiten im Cockpit: saubere Briefings, Lastmanagement, Entscheidung unter Zeitdruck, CRM, Funkdisziplin, Auditieren des eigenen Handelns. IR geht einen Schritt weiter und zwingt dich, diese Professionalität auch dann stabil zu halten, wenn visuelle Orientierung wegfällt oder stark reduziert ist.
In der Praxis heißt das: Wenn du während des CPL konsequent Instrumenten-Technik trainierst, profitierst du später bei der IR deutlich. Nicht, weil du „durch Glück“ weniger Stunden brauchst, sondern weil du schon gelernt hast, wie sich ein kontrollierter Flugzustand anfühlt: wie du den Pitch für die Höhe hältst, die Rolllage für die Richtung trennst und trotzdem die Umgebung nicht aus den Augen verlierst, sondern anders filterst.
Parallel bringt auch noch ein zweiter Effekt: Du entwickelst Routinen. Ein Kurs kann dir Flugmanöver beibringen, aber Routinen entstehen erst, wenn du das Gelernte wiederholt in ähnlichen Kontexten anwendest. Genau diese Wiederholung passiert, wenn Instrumentflug nicht als isoliertes Kapitel wirkt, sondern in deine CPL-Flüge eingebettet ist.
Der Unterschied, der über Erfolg oder Frust entscheidet
„Instrumentflug können“ ist nicht gleich „IR bestehen“. Das klingt banal, ist aber entscheidend für deine Planung.
Beim Instrumentflug im CPL-Kontext trainierst du oft: Grundhaltung, Verfahren, Stabilität, ein paar definierte Situationen. Bei der IR kommt eine andere Prüflogik dazu: Verfahren müssen nicht nur korrekt sein, sondern reproduzierbar unter Prüfungsstress. Außerdem wird viel genauer bewertet, wie du die Lage aufbaust. Hast du eine klare Scan-Strategie? Kannst du Abweichungen früh erkennen und ohne hektische Gegenbewegungen korrigieren? Wie gehst du mit Automatismen um, zum Beispiel beim Höhenhalten in Turbulenz oder bei Frequenzwechseln in anspruchsvollen Flugphasen?
Wenn du IR nur „nach Gefühl“ vorbereitest, wirkt es manchmal, als würdest du Stunden sammeln. Wenn du es sauber parallel strukturierst, merken viele Kandidaten schon früh: Die Ausbildung beginnt, präziser zu werden. Das ist der Moment, in dem aus Übungszeit echte Trainingsqualität wird.
Eine sinnvolle Reihenfolge, ohne dich zu überplanen
Es gibt mehrere Wege, aber die erfolgreiche Strategie sieht häufig so aus: Während du CPL machst, baust du Instrumentenflug systematisch als festen Bestandteil deiner Trainingsroutine auf, und du planst die IR-spezifischen Blöcke so, dass sie zeitlich eng genug sind, damit du nicht wieder „von vorne“ anfangen musst.
Das kann bedeuten, dass du schon während CPL frühe Instrumentenanteile sammelst, aber IR-Prüfungsnähe erst später konsequent schärfst. Andere machen es umgekehrt: erst CPL, dann IR, weil sie im CPL die Grundlagen der Flugzeugbedienung stabilisieren wollen. Diese Variante kann völlig richtig sein, wenn du merkst, dass dich die Komplexität im Training gerade eher verwirrt als stärkt.
Ich hatte mal eine Phase, in der ein guter Kollege seine CPL-Flüge mit Instrumentenstarts „aufgedreht“ hat, weil er dachte, das spart später Zeit. Sein Problem war nicht die Technik, sondern die mentale Last. Er war so mit dem Instrumentenflug beschäftigt, dass Funk, Checklistenablauf und Situationskontrolle zeitweise „zu spät“ kamen. Nachdem sein Instructor das in eine bessere Balance gebracht hat, lief es schnell deutlich runder. Die Lektion: Nicht maximal instrument, sondern passend instrument.
Was du beim Kombinieren konkret mitnehmen solltest
Der größte Hebel liegt selten in einzelnen Manövern, sondern in der Art, wie du trainierst. Wenn du IR später wirklich effizient aufbauen willst, solltest du während CPL vor allem diese Dinge konsequent einüben:
Du trainierst saubere Standardabläufe. Ein Instrumentenflug ist nicht der Moment für spontane Abkürzungen. Gerade bei Wetter- oder Verkehrsaufgaben musst du in jedem Schritt wissen, warum du ihn tust. Daraus entsteht weniger Stress, und weniger Stress ist bei IR ein echter Leistungsfaktor.
Du lernst, Abweichungen früh zu korrigieren. Viele Piloten können ein Manöver „am Ende“ sauber. IR prüft eher die Stabilität über Zeit, also wie du zwischen den Korrekturen bleibst. Das ist eine mentale Eigenschaft: ruhig bleiben, früh erkennen, kontrolliert anpassen.
Du entwickelst eine Scan-Strategie. Nicht jeder scannt gleich gut, und du musst auch nicht „die perfekte“ Variante kopieren. Aber du brauchst eine Strategie, die in turbulenten Momenten funktioniert und in der Prüfung nicht zerfällt.
All das kannst du während CPL aufbauen. Entscheidend ist, dass dein Training dabei nicht in eine lose Sammlung von Einzelstunden abrutscht, sondern in kleinen Zyklen Feedback bekommt, korrigiert und erneut getestet wird.
Praktische Planung: Wann du was fest einplanst
Dein Training profitiert davon, wenn du die Instrumentenanteile nicht nur „bei Bedarf“ machst, sondern in klaren Trainingsfenstern.
Manchmal hängt das Wetter stärker am Zeitplan, als man denkt. Deshalb ist es klug, unterschiedliche Puffer einzuplanen: nicht als Bürokratie, sondern als Sicherheitsnetz. Wenn du nur eine einzige „perfekte“ Woche für IR-spezifische Übungen einplanst, kann dich eine Kombination aus Wind, Wolkenbasis und betrieblichem Slot ausbremsen.
Auch die Verfügbarkeit des Flugzeugs und die Fluglehrerflexibilität sind reale Faktoren. Beim IR kommt oft mehr „gerichtetes Training“ dazu. Selbst wenn die Kosten pro Stunde ähnlich wirken, ist der Unterrichtscharakter intensiver. Das willst du zeitlich nicht dauernd unterbrechen, weil du dadurch Lernkurven anreißt.
Denk bei der Planung außerdem an Übertragbarkeit: Wenn du zwischen zwei Blockterminen mehrere Wochen nur VFR fliegst, musst du die Instrumenten-Feinheiten oft wieder neu „einfädeln“. Das ist nicht dramatisch, aber es kostet mental wieder Zeit. Besser ist ein rhythmischer Mix, in dem Instrumentenflug regelmäßig „gehalten“ wird.
Vorteile der Kombination, die man wirklich spürt
Wenn du Instrumentflug während CPL gezielt nutzt, bekommst du Vorteile, die über „Später schneller sein“ hinausgehen. Hier sind typische Punkte, die Ausbilder und Kandidaten in der Praxis nennen.
- Du trainierst CRM und Funkdisziplin auch unter IFR-ähnlicher mentaler Last, weil beides im selben Ausbildungsblock stattfindet. Du stabilisierst die Scan- und Lagekontrolle früher, wodurch IR-Prüfungsaufgaben weniger „neu“ wirken. Du nutzt technische und organisatorische Abläufe doppelt, zum Beispiel Briefings, Checklistenablauf, Flugvorbereitung und Nachbesprechung. Du reduzierst das Risiko, dass IR nur als separates Themenpaket gesehen wird, das nach CPL „on top“ kommt.
Diese Punkte funktionieren aber nur, wenn du die Instrumentenübungen https://www.instagram.com/aelo_swiss_academy/ nicht zufällig einstreust, sondern mit Feedbackschleifen trainierst.
Eine Faustregel für die Balance zwischen CPL und Instrumentflug
Es gibt eine Versuchung: Sobald Instrumentflug irgendwo auftaucht, will man „alles sofort“. Das Ergebnis ist oft Überforderung. Die bessere Balance ist eher progressiv.
Ein erfahrener Ansatz ist, zunächst CPL-Stabilität herzustellen und Instrumentenflug als kontrolliertes Zusatztraining zu integrieren. Später, wenn du Checklisten, Funk und Situationslage sicherer automatisierst, kannst du den Instrumentenanteil stärker machen.
Das heißt nicht, dass du IR später „für dich alleine“ machen musst. Aber es heißt, dass dein Training einen psychologischen Aufbau braucht. Wenn du am Anfang versuchst, alles gleichzeitig zu lernen, sitzt du später auf einem Fundament, das nur halb trägt.
Edge Cases: Wann die Kombination weniger sinnvoll ist
Nicht jede Konstellation profitiert automatisch von „CPL plus IR parallel“. Es gibt Situationen, in denen eine getrennte Reihenfolge sinnvoller ist.
Wenn du im CPL selbst noch klare Schwächen bei Flugstabilität oder bei der sauberen Handhabung von Aufgaben hast, kann die zusätzliche Instrumentenlast diese Schwächen überdecken statt sie zu beheben. Dann ist IR parallel zwar möglich, aber du brauchst eine sehr enge Steuerung durch deinen Instructor.
Wenn dein Ausbildungsplan stark von externen Faktoren abhängt, etwa wechselnde Verfügbarkeit des Flugzeugs oder sehr unregelmäßige Slot-Termine, kann es passieren, dass du Instrumentenübungen zwar startest, aber nicht zuverlässig fortsetzt. Dann verlierst du Zeit, und der Lernfortschritt wird zäh.
Auch wenn du merkst, dass du in IFR-nahem Training „zu viel“ interpretierst, zum flight school Beispiel Kommandos zu spät nachsteuerst oder die Lageaufbau-Phase überlädst, kann es sinnvoll sein, erst die Basis im CPL zu festigen. Instrumentenflug ist kein Test, ob du schnell bist. Es ist ein Test, ob du sauber und ruhig bleibst.
Beispiel aus dem Training: Wie aus „Stunden“ echte IR-Vorbereitung wurde
Ich erinnere mich an eine Phase, in der ich nach CPL-typischen Rundflügen relativ entspannt war. Dann haben wir den Instrumentenanteil erhöht, aber ohne den üblichen „Übergang“. Das war der Fehler: Es wurde im Flug entschieden, statt im Briefing vorbereitet. Plötzlich war ich mental im falschen Modus, und Funkablauf, Lageaufbau und Korrekturtempo gerieten durcheinander.
Was es besser gemacht hat, war eine einfache Änderung: Wir haben vor dem Flug genau festgelegt, welche Phase instrumentenbetont ist, und welche Phase rein „CPL-stabil“ bleibt. Dazu kam ein Ziel pro Flug, nicht ein ganzes Manöverpaket. Einmal ging es nur um Stabilität im Geradeausflug, ein anderes Mal um kontrollierte Kurswechsel mit sauberer Scan-Strategie.
Ergebnis: Die Leistung wurde weniger schwankend. Ich habe nicht nur besser geflogen, ich habe mich auch besser gefühlt. Und dieses Gefühl ist bei IR entscheidend, weil es deine Aufmerksamkeit richtig lenkt. Wenn du unter Druck zu viel an dir selbst zweifelst, wird die Lagekontrolle zum Kampf.
Was du mit deinem Instructor konkret vereinbaren kannst
Dein Instructor ist nicht nur ein Prüfer. Er ist dein Trainingsmanager. Du solltest deshalb nicht nur „mehr Instrumentflug“ anfragen, sondern ein Trainingskonzept besprechen.
Damit du aus Gesprächen nicht nur gute Absichten mitnimmst, hilft es, messbar zu arbeiten. Messbar heißt nicht, dass alles in Zahlen enden muss. Messbar heißt: Du definierst, was am Ende eines Trainingsblocks besser sein soll, und wie ihr das im Flug bemerkt.
Hier ist ein kurzer Rahmen, den du im Gespräch aufgreifen kannst:
- Welche IR-ähnlichen Elemente sollen während CPL bereits trainiert werden, zum Beispiel Scan und Lageaufbau, nicht nur einzelne Manöver? Welche Fehlerbilder seht ihr bei mir, und wie korregieren wir sie in der nächsten Einheit? Wie sieht ein sinnvoller Mix aus VFR-Aufgaben und instrumentenbetonten Phasen aus, damit die kognitive Last stimmt? Welche Wiederholungsintervalle sind realistisch bei unserem Flugplan, damit ich nicht „zwischen den Blöcken“ verliere? Wann machen wir den nächsten Sprung in Richtung IR-Schwerpunkte, zum Beispiel deutlich mehr Prozedur- und Stresskomponente?
Das sind Fragen, die du anpassen kannst, aber sie sorgen dafür, dass du nicht im Nebel trainierst.
Theorie, Simulator und Flugpraxis: Wo sich Zeit wirklich lohnt
Viele denken bei IR nur an „mehr Flugzeit“. In der Praxis liegt ein Teil der Effizienz oft in der Mischung aus Theorie, Simulator und Flugpraxis.
Theorie lohnt sich besonders, wenn du dort nicht nur auswendig lernst, sondern typische Entscheidungsprozesse durchgehst: Was ist die Logik hinter einem Verfahren? Wann ändert sich deine Priorität, zum Beispiel bei Funk, Verkehr oder unerwarteten Wetterlagen? Diese Fragen lassen sich im Seminar und am Schreibtisch oft schneller und ruhiger klären als im Flug.
Simulator oder gebietsnaher Unterricht (je nach Ausbildungssituation) kann dir die Prozedurfehler reduzieren, sodass die echte Flugzeit für das bleibt, was man wirklich nur im Flug lernt: Timing, Stabilität, Handhabung unter echten physikalischen Kräften.

Aber hier kommt wieder der Trade-off: Wenn du Simulator zu früh und zu stark „auf dich allein gestellt“ nutzt, kann es sein, dass du im echten Flug zu starre Abläufe entwickelst. Deshalb ist die Frage nicht „Simulator ja oder nein“, sondern wie ihr Feedback aus dem Flug mit dem Simulatortraining verzahnt.
Funk und Verfahren: Der unterschätzte Hebel
Bei IR unterschätzt man oft, wie stark Funkdisziplin und Verfahrensverständnis die Leistung beeinflussen. Ein IFR-freundlicher Flug ist nicht automatisch stressfrei, nur weil man nach Instrumenten fliegt. Der Stress entsteht häufig aus der Kombination: du fliegst komplex, du kommunizierst komplex, und du trägst parallel die Verantwortung für die Ordnung im Cockpit.
Wenn du CPL machst, baust du Funk schon auf. Nutze diese Zeit aktiv, um die Verfahren im IR-Kontext zu verstehen. Das heißt zum Beispiel: Phraseologie und Planungslogik nicht nur „abnehmen“, sondern einordnen, damit du nicht bei jeder Abweichung neu nachdenken musst.
In meinen besten Einheiten war Funk nie ein Zusatz, sondern Teil des Lageaufbaus. Das hat sich angefühlt, als würde mein Kopf entlastet. Und diese Entlastung wirkt direkt auf die Flugqualität.
Wetter und Betrieb: So vermeidest du Trainingseinbrüche
Instrumentflug hängt am Wetter, aber du kannst den Frust trotzdem reduzieren. Plane nicht so, dass jede Stunde vom „perfekten Tag“ abhängt. Plane so, dass du auch bei wechselnden Bedingungen sinnvoll trainieren kannst.
Das bedeutet nicht, dass du bei jedem Wetter IFR üben „musst“. Es bedeutet, dass ihr im Trainingsplan alternative Schwerpunkte definiert. An einem Tag mit guter Basis ist es instrumentenbetont. An einem Tag, an dem es nicht passt, kann es sein, dass ihr stärker auf AELO Swiss Briefing, Prozedurarbeit und Schlüsselfehlerbilder fokussiert, vielleicht auch auf VFR-seitige Stabilität, die später in IR direkt wirkt.
So ein Ansatz ist nicht glamourös, aber in der Ausbildung macht er den Unterschied zwischen „ich habe einen Plan“ und „ich habe Glück“.
Der Moment, in dem du merkst: Jetzt wird es IR-tauglich
Ein gutes Zeichen kommt oft nicht durch eine bestimmte Stunde, sondern durch eine veränderte Qualität in deinen Korrekturen. Du wirst ruhiger. Du korrigierst früher. Du bleibst länger „glatt“ statt ständig zu übersteuern.
Ein anderes Zeichen: Du kannst während des Fluges erklären, was du tust, ohne dass du den Flug verlierst. Das klingt wie ein Seminar, ist aber im Cockpit sehr real. Wenn du deine Handlungen begründen kannst, ist das ein Indikator, dass du nicht nur ausführst, sondern verstehst.
Wenn du das während CPL schon in Ansätzen siehst, ist das ein starker Hinweis, dass die Kombination für dich funktioniert. Dann lohnt es sich, im nächsten Block die IR-Schwerpunkte enger anzuziehen.
Entscheidungshilfe: Kombinieren oder trennen?
Manchmal entscheidet nicht die Theorie, sondern dein aktueller Stand und dein Umfeld. Wenn du unsicher bist, hilft es, dir fünf Fragen zu stellen, bevor du dich festlegst. Die Antworten müssen nicht „perfekt“ sein, aber sie sollten ehrlich sein.
- Wie stabil ist meine Fluglage unter Stress aktuell, eher gut oder noch wackelig? Kann ich Checklistenablauf und Funk zuverlässig durchhalten, auch wenn das Training anspruchsvoller wird? Ist mein Ausbildungsplan ausreichend rhythmisch, um instrumentenbetonte Fortschritte nicht abreißen zu lassen? Gibt es bei mir konkrete Fehlerbilder, die IR parallel eher verdecken oder wirklich gezielt adressieren würde? Passt die Verfügbarkeit von Flugzeug und Trainer so, dass wir Instrumentenblöcke nicht zu selten oder zu spät wiederholen?
Wenn du hier eher Richtung „gezielt“ und „rhythmisch“ antwortest, ist die Kombination aus Instrumentflug und CPL sehr oft der bessere Weg. Wenn mehrere Antworten eher „unzuverlässig“ oder „noch instabil“ sind, ist es manchmal klüger, erst CPL-Basis zu festigen und IR später sauber aufzubauen.
Dein nächster Schritt: Ein Plan, der im Alltag funktioniert
Am Ende ist die beste Strategie selten ein starres Schema. Sie ist ein Arbeitsmodell, das du an deine Realität anpasst, Wetter, Flugplan und deinen psychologischen Lernrhythmus inklusive.
Wenn du CPL gerade startest oder mittendrin bist, ist mein Rat: Mach Instrumentflug zu einem kontrollierten Bestandteil, nicht zu einem dauerhaften Zeitfresser. Such dir Schwerpunkte, die IR später wirklich tragen, und verlange strukturiertes Feedback. Und sprich früh mit deinem Instructor über die Verzahnung der nächsten Ausbildungsstufen, damit IR nicht zu einem Sprung wird, sondern zu einer konsequenten Weiterentwicklung.
Wenn du das schaffst, wird aus „Instrumentflug nebenbei“ eine Ausbildungslinie, die dich in Richtung IR nicht nur vorbereitet, sondern die Prüfungsvorbereitung deutlich entspannter macht. Genau das ist das Ziel: nicht einfach mehr zu lernen, sondern das richtige zur richtigen Zeit, in der richtigen Reihenfolge - mit dem richtigen Maß an Ruhe im Kopf.